Zwei Freunde

Eine Idee

 
 

HEMA - Swordtrip

Mit dem Wohnmobil quer durch Deutschland und Österreich

 

30 Tage

21 Stopps und 15 Clubs

 

Ein Oldtimer

Zwei Insassen

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Die Idee

Der Swordtrip war lange eine Idee, bis zwei Typen eines Tages 2016 tatsächlich in einen alten VW-Bus stiegen, um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Diese Idee ist gestern wie heute so simpel wie auch morgen noch:

“Um von Menschen zu lernen, muss man sie treffen und Zeit mit ihnen verbringen.”

Es war unser Wunsch, die ganze Vielfältigkeit von HEMA in all seinen Schattierungen und Formen einmal direkt kennenzulernen. Punktuell. In Deutschland und Österreich, der Heimat der beiden Businsassen Ingulf und Sebastian.

Vier Wochen, 20 Stopps, knapp 3000 Kilomter. Das Ergebnis war beeindruckend.

Nicht nur wurden wir überall mit offenen Armen empfangen und das jeweilige Wissen vor Ort bereitwillig geteilt, es entstand sofort auch eine familiäre Stimmung: Für die ein bis zwei Tage zusammen war man ein Pott, eine Crew, eine Familie und trainierte und fachsimpelte gemeinsam.

Deswegen war dann der konsequente nächste Schritt die Gegeneinladung aller Gastgeber vom Swordtrip 2016 nach München auf das erste Swordtrip GATHERING 2017. Eine Einladung, der übrigens praktisch alle angefragten Schulen Folge leisteten.

Daraus wurde dann schnell eine Tradition ganz im Sinne unseres Credos:

Fahrt raus! Trefft Leute! Lernt mit Ihnen! Und habt Spaß!

Der Plan

Ein Roadtrip mit Schwertern – ein Swordtrip also – ist ein gemeinsamer Traum, den wir unabhängig voneinander schon lange träumen.

Wir sind beide geprägt von der Vorstellung, dass eine Wanderschaft und der Austausch mit anderen Fechtern einen neuen Blickwinkel auf HEMA im Großen wie im Kleinen ermöglichen werden. In der Tradition wandernder Gesellen kommen wir nicht als Lehrer an die Schulen um mit Wissen um uns zu werfen, sondern als Schüler mit offenen Augen und Herzen, die den Dialog suchen.

Wir sind gespannt auf die Menschen hinter den Fechtmasken, auf die Seelen in den verschwitzten Körpern. Und wir freuen uns auf freundschaftliche Gefechte – mit Stahl in der Faust oder auch ohne.

Die Insassen

Sebastian Linstädt

Sebastian wird auch Linni oder Linnel genannt, kommt aus Nürnberg in Franken, ist halb Franke & halb Nordlicht und liebt beide Heimaten innig.

Bei der Nürnberger Zeitung ist er als Printredakteur tätig. Er trainiert seit 2010 bei Schwert und Bogen Nürnberg HEMA – hier vorrangig Langschwert, Dolch und Ringen sowie Bogenschießen.

In der Schule von Andreas Fuchs nimmt dabei seit jeher neben der Kampfkunst an sich auch der Umgang mit sich selbst und anderen einen zentralen Stellenwert ein – einen Weg der Persönlichkeitsbildung am Schwert, den Sebastian lieben und schätzen gelernt hat und dem er viel verdankt!

Nebenbei versucht er standhaft zu ignorieren, dass er fast 40 ist und immer öfter von den jungen Hupfern auf den Deckel kriegt. Tröstend hier der Satz von Sun-Tzu:

„Wenn Du nicht stark bist, sei klug“,

der seine Entsprechung auch in der Europäischen Fechtkunst hat:

„eyn swacher mit syn kunst und list als schire gesigt/ als eyn starker mit syn sterke.“

(Anonymus, 14. Jhdt.)

Im September 2013 traf Sebastian in Wien im Rahmen des dortigen Langschwerturniers auf Ingulf, der ihn nach dem Satz „Er hat schon lange Arm!“ umgehend ordentlich vermöbelte. Arme hin oder her, im Januar 2014 fand eine erste Fechtschule von Indes und Ochs Garching in Salzburg statt – und eine wundervolle Freundschaft nahm ihren Anfang. Gerüchte besagen, dass Ingulf dennoch plant, die Biervorräte im Mutterschiff sicherheitshalber mit einem extradicken Schloss zu sichern.

Linnel freut sich extrem auf 4 extrafette Wochen on the road again…

Ingulf Kohlweiss

Ingulf, geboren 1982, kommt ursprünglich aus dem sonnigen Süden Österreichs – Kärnten – aber mit 22 hat es ihn ins eher regnerische Salzburg verschlagen.

Er ist dort Trainer von INDES Salzburg für Langes Schwert, Langes Messer, Dolch und Ringen in der Liechtenauer Tradition. Er startete sein Training mit dem Langschwert in 2002.

Über die Zeit beschäftigte er sich auch mit anderen Waffen und inkludierte diese in sein Trainingssystem.

Zusätzlich zu HEMA hat er viele andere Kampfkünste und Kampfsportarten trainiert: Modernes Sportfechten, Boxen, Jujitsu, Capoeira, Taijiquan, Kendo / Kenjutsu, MMA (Mixed Martial Arts) und andere mehr.

Sein Fokus liegt auf Bewegung und die Fähigkeit komplexe Bewegungen in einer flüssigen und kontrollierten Art und Weise auszuführen ist zentral in seinem Training.

Sein Training ist eine Kombination aus fokussierten sowie spielerischen Elementen und er ist überzeugt, dass dies ein guter Weg ist, um die Meisterschaft anzustreben.

Alkohol – so denkt er – ist Ablenkung vom angestrebten Weg und er versucht es mit Joachim Meyer (Fechtbuch 1570) zu halten der da sagt:

„Ein Fechter soll sich halten fein, kein Rühmer, Spiler, Sauffer sein“.

Aber manchmal ist ein kleiner Umweg auch ganz fein.

Sebastian hat er so richtig auf einer Fechtschule in Salzburg 2014 kennen gelernt als dieser mit einer Kiste bestem fränkischem Bieres sein Haus stürmte und beide gemeinsam ein geniales Wochenende verbrachten.

Er freut sich auf die gemeinsame Zeit und den ein oder anderen Umweg.

Der LT Das Muterschiff Unser Zuhause

Das Mutterschiff ist ein Volkswagen LT 31 mit Concorde-Aufbau Baujahr 1985.

Es stand lange Jahre im Dämmerlicht einer Garage in Dachau, bis es auf unergründliche Weise nach Thüringen gelangte und dort von Linnel Oktober 2015 in der Nähe von Greiz in einer absoluten Hinterhofklitsche entdeckt wurde.

In einem längeren inneren Zwiegespräch, die Mottenkugel geschwängerten Dieseldüfte einatmend und ergriffen vom Charme eines 80er-Jahre-Spießer-Wohnzimmers auf Rädern, wurde ein folgenschwerer Entschluss gefasst!

Der LT wird zum dritten Mann des Roadtrips, zur Homebase, zum Mutterschiff, in dessen Tiefen Plane geschmiedet und Kräfte regeneriert werden.

Das Mutterschiff verfügt über einen vierflammigen Gasherd, eine Besteckschublade, mehrere Liebeswiesen, einen Bierkühlschrank und einige Dachluken, von denen manche sogar dicht sind.

Die Funktionsfähgkeit von Dusche und Toilette konnte noch nicht unter Beweis gestellt werden, was für die Eintragung als “Historisches Fahrzeug” unerheblich ist.

Die geballten Kräfte von 75 PS bei einem Leergewicht von fast drei Tonnen katapultieren das Mutterschiff mit der Geschwindigkeit einer automobilen Schildkröte durch die Weiten des Alls und der Erde.

Ähnlich verhält es sich mit der Beschleunigung – Autobahnen sind daher eher zu meiden.

Doch ist nicht seit jeher der Weg das Ziel?

Die Route

30

Tage

22

Stopps

15

Clubs

Die Beiträge

Liste der Stopps

25. Juni Tag des Schwerts III Schwert und Bogen Nürnberg/D Stopp 1
26. Juni Burges ‘n Blades Nürnberg/D Stopp 2
27. Juni Training INDES Kulmbach INDES Kulmbach Kulmbach/D Stopp 3
28. Juni Training mit Stahlakademie Stahlakademie Leipzig/D Stopp 4
29. & 30. Juni Training mit Twerchhau Twerchhau Berlin/D Stopp 5
1. Juli Training Asteria Asteria Lüneburg/D Stopp 6
2. Juli Eines Fechttrainers Hochzeit Katharina und Adrian Lüneburg/D Stopp 7
3. Juli Meyer-Class Hammaborg Hammaborg Hamburg/D Stopp 8
5. & 6. Juli Training mit Schwertfechten Nordhessen Schwertfechten Nordhessen Kassel /D Stopp 9
7. Juli Training mit Krifon Krifon Edingen/D Stopp 10
8. Juli Waffensammlung Waffensammlung Fricker Frankenhardt/D Stopp 11
9. Juli Training mit Schwabenfedern Schwabenfedern Ulm/D Stopp 12
10. Juli Fechtschule München Ochs und Friends München/D Stopp 13
11. Juli Training INDES Linz INDES Linz Linz/AUT Stopp 14
12. Juli Training mit Historische Fechtkunst Baden Historisches Fechten Baden Baden/AUT Stopp 15
13. Juli Waffensammlung Zeughaus Zeughaus Graz Graz/AUT Stopp 16
14.- 17. Juli Schlacht an der Drau Soldknechte Hochosterwitz/AUT Stopp 17
18. Juli Training  INDES Salzburg – Salzbeach INDES Salzburg Salzburg/AUT Stopp 18
20. Juli Training Ochs Garching Ochs Garching Garching/D Stopp 19
21. Juli Training Ochs Landshut Ochs Landshut Landshut/D Stopp 20
23. Juli Hohenstein Schwert und Bogen Hohenstein/D Stopp 21
24. Juli Coming Home Schwert und Bogen Lauf/D Stopp 22